01.) Theodor Kramer (1897-1958)
Das Porträt behandelt den wohl bedeutendsten österreichischen Lyriker der 30er Jahre und des Exils, einen Lyriker, der in zerfransten Peripherien zu Hause war, bei Taglöhnern, in Schenken, Nachtcafés, auf Märkten, Rangierplätzen, staubigen Straßen, später in Londoner Parks, Pubs und Vorortezügen. Mit einer ganz eigenen Musikalität, dem zart-bitteren Ton der Ziehharmonika, dem Instrument der Vaganten und Besitzlosen, aber auch mit unerbittlicher Schärfe und Präzision für die Dinge des Alltags, des konkreten Lebens, erhob Theodor Kramer immer wieder seine Stimme „für die, die ohne Stimme sind.“ Und er erhob seine Stimme für Österreich, als dieses von der Landkarte verschwunden war, unbedankt, wie er nach seiner Rückkehr, um hier zu sterben, feststellen musste.









