Exil Lexikon Beer, Friedrich (Bedrich)

Beer, Friedrich (Bedrich)

(Pseudonyme: Peter Alter, Albrecht Laufer, Hans Stein)

Trat 1929 der KP bei. 1930-36 KP-Funktionär in Prag, journalistische Tätigkeit u. a. für die kommunistischen Zeitungen „Gegen-Angriff“, „Rote Fahne“, „Volksillustrierte“. 1936-38 Militärdienst. 1938/39 Leiter der Kulturorganisation der „Linksfront“ (von der KP parallel zur tschechischen „Levá Fronta“ aufgezogene Einheitsfrontorganisation für deutschsprachige Intellektuelle und Kulturarbeiter) in Brünn.

März 1939 Flucht nach London. Nach dem Hitler-Stalin-Pakt Austritt aus der KP. 1940 freiwillige Meldung zur tschechoslowakischen Auslandsarmee.

1946-75 politischer Kommentator und Scriptwriter im German Service der BBC. 1950-85 Funkporträts und Fernsehreportagen für die BBC und verschiedene deutsche Sendeanstalten (u. a. über die Entwicklung der Gewerkschaften in England und über den Umgang mit der Vergangenheit). 1954-80 Londoner Korrespondent der deutschen Tageszeitungen „Neue Ruhrzeitung“, „Mannheimer Morgen“. Beer setzte sich insbesondere mit den Entwicklungen in der Tschechoslowakei auseinander (1967 Aufsatz „Die unvollendete Losung. Ein Bild des Prager Frühlings“ in der Zeitschrift „Der Monat“, Berlin). Seit 1988 Präsident des PEN-Zentrums deutschsprachiger Schriftsteller im Ausland. 1996 wurde seine Rede „Zur Sache: Deutschland – Heimat Exil und Sprache“, in der er ein Resümee seines Lebens im Exil versucht, publiziert.

Fritz Beer lebt in London.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 71 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

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Forschungsliteratur

  • Kollektiv für Literaturwissenschaften im volkseigenen Verlag Volk und Wissen (Hg) - Exil und Asyl
  • Seeber, Ursula (Hg.) - Die Zeit gibt die bilder

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