Exil Lexikon Benyoëtz, Elazar

Benyoëtz, Elazar

Flüchtete 1939 mit den Eltern. Wuchs in hebräischer Sprache auf, studierte in Israel u. a. an einer Jeschiwa und wurde 1959 zum Rabbiner ordiniert, übte aber diesen Beruf nie aus. 1957 erster hebräischer Gedichtband, dem sechs weitere folgten. 1960 Archivar in Jerusalem. Er setzte sich daneben intensiv mit deutsch-jüdischer Literatur auseinander. 1964-68 lebte er mit Unterbrechungen in Berlin (BRD), wo er 1965 die später in Frankfurt von Renate Heuer fortgesetzte Bibliographia Judaica gründete. 1968 Rückkehr nach Israel. Seit 1969 publizierte er in hebräischer und in deutscher Sprache. 1970 Verfasser des Buches „Annette Kolb und Israel“. In den letzten Jahren veröffentlichte er vor allem Aphorismen, seit 1990 auch Gedichte und collageartige Texte. Fragen der Metaphysik und des Verhältnisses von Deutschen und Juden beschäftigen ihn vielfach in diesen Werken.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 78 ff./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Grubitz, Christoph - Der israelische Aphoristiker Elazar Benyoetz

Links zu anderen Lexikonartikeln:

  • Fabri, Ernst
  • Bund der proletarisch-revolutionären Schriftsteller Österreichs (BPRSÖ)

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