(Pseudonym: Prokop) Stefangymnasium in Prag. Studium Jus an der Deutschen Universität Prag. Dr. jur. 1907. Heirat mit Elsa Taussig (1890 Prag – 1942 Tel Aviv), Schriftstellerin und Übersetzerin. 1907-24 Arbeit bei der Postdirektion Prag. Nachlass-Verwalter Franz Kafkas. 1924-29 Kulturreferent im Ministerratspräsidium der CSR. 1929-39 Literatur- und Musikkritiker des „Prager Tagblatts“. Mitbegründer und Vizepräsident des Jüdischen Nationalrates in der CSR. September 1934 Mitglied des Initiativausschusses zur Rettung Carl von Ossietzkys.
15.3. 1939 Abreise aus Prag nach Palästina. 1942/43 Mitarbeiter der deutschsprachigen Zeitschrift „Orient“ (Haifa). In Tel Aviv Dramaturg des hebräischen Nationaltheaters Habimah. Musik- und Theaterkritiker. Ständiger Mitarbeiter der Tageszeitung „Davar“. 1946 erscheinen bei Schocken Books in New York die von Max Brod herausgegebenen „Gesammelten Schriften“ Franz Kafkas in fünf Bänden. (Es folgen 1948 „Die Tagebücher“ und 1951 „Gesammelte Werke“). 1954 erscheint in New York Max Brods Kafka-Biographie. In den 60er Jahren hält er in Wien vielbeachtete Vorträge über Israel und Kafka. 1965 wird ihm in Tel Aviv das österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse überreicht. – Max Brod veröffentlichte 85 Bücher, darunter auch religionsphilosophische Schriften (u. a. „Heidentum, Judentum, Christentum“, 2 Bände. Leipzig 1921).
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 116 f. (Evelyn Adunka)/Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.