Sephardischer Herkunft. – Juni 1911 Übersiedlung nach Manchester (Großbritannien). 1913, nach dem Tod des Vaters, übersiedelt die Mutter mit den beiden Brüdern nach Lausanne, dann Wien, wo Canetti Deutsch lernt. 1916 lässt sich die Familie in der neutralen Schweiz nieder. 1917-21 Realgymnasium in Zürich. 1921 zieht Canetti alleine nach Frankfurt – Matura am Köhler-Realgymnasium 1924. 1924-29 Studium mit Hauptfach Chemie in Wien; 1929 Dr. rer. nat. Danach freischaffender Schriftsteller. 1928-29 wiederholte Aufenthalte in Berlin, Bekanntschaft mit dem Verleger Wieland Herzfelde und in der Folge Übersetzung von drei Romanen Upton Sinclairs für den Malik-Verlag. 1934 Heirat mit Veza Taubner-Calderon. I
m November 1938 verlässt Canetti Wien und flüchtet nach Paris und London, wo er im Jänner 1939 ankommt. Mitglied des Austrian PEN. Ab 1939 Arbeit an der Studie „Masse und Macht“, ab 1942 fortlaufende, „Aufzeichnungen“ genannte Aphorismen. 1971 Heirat mit Hera Buschor. 1972 Geburt der Tochter Johanna. Lebte bis Mitte der 1980er Jahre in London und Zürich, seither mit der Tochter nur mehr in Zürich. 1981 Nobelpreis für Literatur.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 133 ff./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.