Exil Lexikon Chmelnizki, Melech

Chmelnizki, Melech

Kam mit zwölf Jahren von Kiew nach Lemberg, wo er das Gymnasium absolvierte. Wurde um 1905 für einige Monate Literaturredakteur der ersten, 1904 von Gerschom Bader gegründeten jiddischen Tageszeitung Galiziens, des Lemberger „togblat“, das die Arbeit vieler junger jiddischer Schriftsteller förderte. In seiner Jugend schrieb er Polnisch und übersetzte jiddische Lyrik ins Polnische. Später schrieb er ausschließlich in jiddischer Sprache, in die er auch polnische und deutsche Dichter übersetzte. Studium der Medizin in Wien; Promotion 1912.

Chmelnizki veröffentlichte in zahlreichen jiddischen Zeitungen auf der ganzen Welt populärwissenschaftliche Artikel über medizinische Themen. In Wien war er 1920/21 ein Mitarbeiter der jiddischen Zeitschrift „kritik“. Er lebte und arbeitete bis 1919 als Arzt und dann bis 1938 als freier Schriftsteller in Wien. 1939 emigrierte er mit seiner Familie in die USA und lebte in New York.

1921 und 1936 sind Bücher von ihm in Wien erschienen. Nach seinem Tod erschien 1948 als sein letztes Buch in New York: „ru un umru“ mit eigenen Gedichten und Übersetzungen, einem Vorwort von Melech Rawitsch und einem Nachwort von Mendel Neugröschel.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 142 ff./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Kohlbauer-Fritz, Gabriele - Fritz, Gabriele - In a schtodt woss schtarbt / In einer Stadt, die stirbt
  • Najgreschl, Mendl - di moderne jidische literatur in galizje
  • Rawitsch, Melech - majn lekssikon

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