Exil: 1938 Belgien, 1939 Großbritannien, 1950 Kanada.
Vater: Alexander Eichner (*1893), Geschäftsmann. Mutter: Valerie, geb. Ungar (*1897 Wien). Unterstützt vom Jewish Aid Committee emigrierte Hans Eichner 1938 illegal nach Brüssel und 1939 weiter nach Großbritannien; im Juni 1940 interniert und nach Australien verschickt, von wo er im Jänner 1943 zurückkehren konnte. 1943-46 außerordentliches Studium an der Universität in London. 1946 B. A. Assistentenstelle an der Universität London. 1947-50 Verbindung mit Erich Fried und der von diesem initiierten Gruppe von jungen Exildichtern; Veröffentlichung von Gedichten in der von Fried herausgegeben hektographierten Anthologie der Gruppe „Gedichte“; Gedichte auch in der Zeitschrift „Blick in die Welt“. 1949 Ph. D. an der Universität London; Assistant Lecturer am Bedford College, London. 1950-67 Assistant Prof., Associate Prof. und Full Prof. an der Queen’s University in Kingston im Staate Ontario (Kanada). 1959 Heirat mit Joan M. Partridge (*1934 Toronto). Kinder: Elisabeth Jane (*1959), James Alexander (*1961). 1955 Gedichte in der Anthologie „Dein Herz ist deine Heimat“. 1967-88 Prof. am German Department der Universität Toronto. Literaturhistoriker. 1985 Heirat mit Kari Grimstad (*1937). Zahlreiche akademische Ehrungen. – Hans Eichner hat den Roman „Kahn und Engelmann“ geschrieben.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 168./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.