Lernte im Cheder. Autodidakt. Veröffentlichte ab 1911 in Lemberg Kurzgeschichten über das Leben der armen jüdischen Landbewohner, während seine später entstandenen Geschichten oft Wien als Schauplatz haben. 1912 in Lemberg erste Buchpublikation („ejnsame“). Im selben Jahr ging er nach New York, 1914 nach Wien. 1915 Heirat mit Sonja Paltun. Tochter: Lola, verheiratet Carr. 1921-38 Wiener Korrespondent für den New Yorker „forwertss/Jewish Daily Forward“. Mitarbeit u. a. an der jiddischen „winer morgenzajtung“ (später „winer morgenposst“) und der jiddischen Monatsschrift „kritik“ (Wien 1920/21). Beiträge u. a. in „literarische bleter“, „folksszajtung“, „warschewer almanach“ (Warschau), „forwertss“, „ojfkum“, „zukunft“ (New York). 1924 erschien in Warschau Abraham Mosche Fuchs‘ Buch „ojfn bergl“.
In seiner naturalistischen Prosa, deren Stil mit dem des jiddischen Klassikers Mendele Mojcher Ssforim verglichen wurde, schildert er mit unerbittlicher Schärfe und in wuchtiger Sprache vor allem verzweifelte und gefallene Menschen, Irre, Blinde, Huren, Mörder und Selbstmörder. 1938 arretierte ihn die Gestapo und verbrannte alle seine Manuskripte. Er floh mit seiner Familie über Paris nach London. – Seit 1950 in Israel, wurde er Ehrenpräsident der „Yiddish Writers Association“. Beiträge u. a. in „di goldene kejt“, „lezte najess“, „davar“. Er erhielt mehrere Literaturpreise.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 230 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.