(eigentlich: Jessaiah Szajko Gronach)
Volksschule und Cheder in Horodenka, Bäckerlehre. Mitorganisator des Bäckerstreiks in Stanislau. 1905 Übersiedlung nach Lemberg. 1906 nach Berlin, Arbeit als Bäcker, Verbindung zu anarchistischen jüdischen Gruppen. Mitbegründer der jüdischen Theatervereinigung „Jacob Gordin“. Darsteller in jiddischen Theaterproduktionen. 1910-13 Schauspielunterricht, zuletzt in der Schauspielschule des Deutschen Theaters. 1914 Militärdienst in der österreichisch-ungarischen Armee. 1917 Schauspielprüfung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. 1918-33 Schauspieler in Wien, dann München, ab 1921 in Berlin.
1933 Flucht nach Wien; im Mai in die Schweiz, dann nach Polen: Tournee mit „Professor Mamlock“ von Friedrich Wolf, gespielt von einem jiddischen Theater aus Warschau. Mitarbeit an der Zeitschrift „Der Gegen-Angriff“ (Prag). 1936 Moskau, Mitarbeit „Deutsche Zentral-Zeitung“, Lehrer für jüdisches Theater, Mitbegründer des jüdischen akademischen Theaters in Moskau, dann Direktor des jüdischen Nationaltheaters in Kiew. November 1937 verhaftet, Dezember 1937 freigelassen auf Intervention von Lion Feuchtwanger, Emigration nach Zürich, wo er am Schauspielhaus spielt.
Juni 1938 über Paris und Lissabon nach New York. 1938/39 Arbeit an jiddischem Theater in New York. 1939-44 Filmschauspieler in Hollywood und Darsteller an einem Emigrantentheater in Los Angeles. Mitarbeit an Exilzeitschriften. 1944 Mitunterzeichner des Aufrufs des Council for a Democratic Germany.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 253 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.