1914-18 als Flüchtling in Wien. 1918 Rückkehr nach Czernowitz. Er absolvierte ein deutschsprachiges Gymnasium. Nach Erfüllung der zweijährigen Wehrpflicht in der rumänischen Armee Ende der 1920er Jahre nach Deutschland; Studium der Germanistik in Breslau; 1931 Studienabbruch und Rückkehr nach Czernowitz. Ab März 1932 Feuilleton- und Umbruchredakteur, Reporter und Korrektor der neu gegründeten Zeitung „Der Tag. Unabhängiges demokratisches Organ“ (Czernowitz), die 1935 wieder eingestellt werden musste. Ab August 1935 beim neu gegründeten „Czernowitzer Tagblatt. Unabhängiges Informationsblatt“ (Ende 1937 eingestellt). Nach 1938 Arbeit in der städtischen Bibliothek von Czernowitz.
Kittner blieb nach der sowjetischen Besetzung der Nordbukowina 1940 in Czernowitz. Nach der Besetzung Czernowitz‘ durch rumänische und deutsche Truppen 1941 zunächst ghettoisiert, dann im Sommer 1942 mit seiner Frau und seiner Mutter nach Transnistrien deportiert; Zwangsarbeit in einem Steinbruch am Bug; Aufenthalt in den Lagern Tschetwertenowka, Demidowka, Obodowka. Im Frühling 1944 von der Roten Armee befreit; Rückkehr nach Czernowitz. Bei der Deportation waren umfangreiche unveröffentlichte Manuskripte Kittners verloren gegangen; er schrieb jedoch in den Todeslagern weiter („Reimchronik eines Deportierten“). Bereits im September 1944 erschienen drei Lagergedichte in der Zeitschrift „Internationale Literatur. Deutsche Blätter“ (Moskau).
September 1945 Übersiedlung nach Bukarest. Ab 1958 freischaffender Schriftsteller und Übersetzer in Bukarest. Freundschaft mit Alfred Margul-Sperber (dessen Nachlass er auch betreute). Herausgeber einer Georg- Büchner-Auswahl, Übersetzungen aus dem Rumänischen ins Deutsche.
1980, nach dem Tod seiner Frau, emigrierte Kittner in die BRD, wo er sich in Düsseldorf niederließ. Er hatte ein halbes Jahrhundert lang deutschsprachige Gedichte aus der Bukowina gesammelt – die von ihm und Amy Colin herausgegebene Anthologie „Versunkene Dichtung der Bukowina“ erschien posthum 1994. Alfred Kittners in Bukarest zurückgelassenes Archiv und seine Bibliothek sind verschollen.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 376 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.