Exil Lexikon Koenig, Alma Johanna

Koenig, Alma Johanna

Stammte aus wohlhabender jüdischer Familie. Eltern zum Katholizismus konvertiert. Alma Johanna Koenig wurde katholisch erzogen. Besuch einer höheren Mädchenschule. Mit den Eltern ab 1888 in Wien. 1918 erster Gedichtband „Die Windsbraut“. 1920 erschien „Schibes“, eine „Hundnovelle“, die ihren Rang als Erzählerin begründete. 1925 erhielt sie den Preis der Stadt Wien für den Wikingerroman „Die Geschichte von Half dem Weibe“ (Wien 1924). Verarmte durch den Verlust der Publikationsmöglichkeiten in Deutschland nach 1933. 1938 von den Nazis verfolgt, Verlust der Wohnung; achtmaliger Quartierwechsel. Schrieb in dieser Zeit den Roman „Der jugendliche Gott“. Sie versuchte – vergeblich – zuerst nach Großbritannien und dann in die USA zu gelangen. 1942 Deportation in das KZ Minsk. Ihr Schicksal wurde von Marie-Thérèse Kerschbaumer in ihrem Buch „Der weibliche Name des Widerstands“ (Olten, Freiburg 1980) literarisch gestaltet.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 384 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Killy, Walter - Literaturlexikon
  • Tauschinski, Oskar Jan - Die lyrische Autobiographie der Alma Johanna Koenig
  • Tauschinski, Oskar Jan - Kaddisch für eine Dichterin

Links zu anderen Lexikonartikeln:

    Printversion aller Artikel (umfasst etwa 200 Seiten)

    Nach oben scrollen