Besuchte das Gymnasium in Brody und Czernowitz. Im 1. Weltkrieg diente er in der österreichisch-ungarischen Armee. Er lebte längere Zeit in Wien. Seine ersten Veröffentlichungen erschienen in verschiedenen galizisch-jiddischen Zeitschriften und Almanachen. Stark von Heinrich Heine beeinflusst, übersetzte er dessen „Buch der Lieder“ ins Jiddische. Die Übersetzung wurde nie publiziert. Er führte die Form des Sonetts in die jiddische Lyrik ein. Um 1910 bildete er mit Schmuel Jankev Imber, Uri Zwi Grinberg, Berl Locker, Abraham Mosche Fuchs, Gershon Schofman die Lemberger Gruppe der jiddischen Schriftsteller. Mitarbeiter der in Wien erscheinenden jiddischen Zeitschrift „kritik“. David Königsberg lebte nach dem 1. Weltkrieg als Bauer in einem galizischen Dorf in der Nähe von Lemberg. 1942 wurde er mit allen anderen Insassen des Ghettos in Janow von den Nazis ermordet.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 394./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.