Exil Lexikon Kronberg, Simon

Kronberg, Simon

Besuchte die Realschule in Wien-Brigittenau. 1912 Beginn eines Lehramtsstudiums in Wien, doch 1913/14 Student der „Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus“ (Emile Jaques-Dalcroze) in Hellerau bei Dresden, dann Schauspielunterricht in Düsseldorf; hier auch Ausbildung zum Phonetiklehrer. 1915 in Wien und Bonn, dann Übersiedlung nach Berlin; Schauspielunterricht bei Maria Moissi-Urfus; Mitarbeit an den Zeitschriften „Die Aktion“ und „Die Dichtung“. 1917-20 Magistratsangestellter in Berlin, Abteilung für Kohlenversorgung. 1921 erschien der Prosaband „Chamlan“ bei Gustav Kiepenheuer in Potsdam (seine einzige Buchveröffentlichung zu Lebzeiten). 1923 Beamter des Keren Hajessod (Jüdischer Nationalfonds) in Berlin. Jugendführer und Chorleiter des Jung-Jüdischen Wanderbundes. Oktober 1934 nach Palästina; Kibbuz Giv’at Chajim; Schuster, später Tätigkeit als Stimmbildner, Inszenierung von Sprechchören zur Erlernung des Hebräischen. Schrieb weiter Deutsch. 1937 Übersiedlung nach Haifa. In Palästina schrieb Kronberg vor allem eine Reihe von Theaterstücken in der Tradition der Arbeiter-Sprechchöre.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 413 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Otten, Karl - Das Werk Simon Kronbergs
  • Schütz, Hans J. - Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen
  • Wallas, Armin A. - Kibbuznik, Schuhmacher, Gesangslehrer und Dichter - Simon Kronberg in Palästina (1934 - 1947)
  • Wallas, Armin A. - Werkausgabe Simon Kronberg

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