Exil Lexikon Löhner, Fritz (Bedrich)

Löhner, Fritz (Bedrich)

(eigentlich: Bedrich Löwy; Pseudonym: Beda)

Gymnasium in Wien; Mitglied der zionistischen Mittelschulverbindung „Giskala“. Schon als Mittelschüler Gedichte unter dem Pseudonym Beda. Studium Jus an der Universität Wien. Mitglied der jüdisch-zionistischen Verbindung „Kadimah“. 1908 Dr. jur. Änderte seinen Namen auf Fritz Löhner. Ab 1910 freier Schriftsteller. 1916 Operettenlibretto „Der Sterngucker“ für Franz Lehár. (Für Lehár auch zusammen mit anderen die Libretti für „Land des Lächelns“, „Friederike“, „Giuditta“). Auch zahlreiche Liedtexte. Vizepräsident des „Österreichischen Schriftstellerverbandes“. Mitarbeiter des „Jüdisch-Politischen Kabaretts“. Nach dem Anschluss verhaftet und am 1.4. 1938 mit dem ersten Transport aus Österreich ins KZ Dachau, im September weiter nach Buchenwald deportiert. Im Dezember 1938 Verfasser des von H. Leopoldi vertonten „Buchenwald-Liedes“. Arbeit als Latrinenreiniger. Fritz Löhners Hoffnung, Franz Lehár, unter dessen Verehrern sich auch ein Adolf Hitler befand, werde sich für seine Freilassung einsetzen, erfüllte sich nicht. 1942 ins KZ Auschwitz überstellt. Im Dezember 1942 wurde er bei einer Inspektion von IG Farben-Direktoren von einem dieser Direktoren als arbeitsunfähig bezeichnet und kurz darauf ermordet.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 452 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

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Forschungsliteratur

  • Kilcher, Andreas B. (Hg.) - Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur
  • Schwarberg, Günther - Dein ist mein ganzes Herz
  • Seewann, Harald - In memoriam Dr. Fritz Löhner-Beda

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