Exil Lexikon Ludwig, Paula

Ludwig, Paula

Wuchs mit ihrer Schwester Martha und dem Bruder Ludwig bis zu ihrem 9. Lebensjahr in Altenstadt auf. 1909 nach Linz, wo sie die Schule weiterbesuchte und, von einer Lehrerin gefördert, ihre ersten Gedichte und kleine Theaterstücke schrieb. 1914 Übersiedlung nach Breslau. 1917-23 Modell, Souffleuse, Theaterstatistin, Schauspielerin in München. Malerin. Im Kreis um Stefan George. 1923 Übersiedlung nach Berlin. 1931-39 Verbindung mit Ivan Goll – auf ihn beziehen sich Gedichte in „Dem dunklen Gott“. 1933 nach Ehrwald (Tirol). Mitglied des Reichsverbands deutscher Schriftsteller. 1937 Versuche, österreichische Staatsbürgerin zu werden. 1938 Flucht nach Paris. Im Mai oder Juni 1940 nach Bordeaux, in Gurs bis 21.6. 1940 interniert, dann Marseille. Im September 1940 nach Brasilien. Arbeit als Dekorateurin. Ab 1943 in São Paulo, bei ihrer Schwester Martha. 1952 brasilianische Staatsbürgerin. 1953 Rückkehr nach München, Götzis (Vorarlberg) und Ehrwald, wo sie es wegen der vielen verdeckten Nazis nicht aushält. 1956 Übersiedlung nach Düsseldorf, Wetzlar, 1970 nach Darmstadt. Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 460 ff./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Längle, Ulrike - Ich bin eine obdachlose Dichterin
  • Längle, Ulrike - Tausend Winter durchmaß ich mit meinen Schritten
  • Längle, Ulrike - Paula Ludwig: Einblick in ihr Leben und Werk
  • Swozilek, Helmut (Hg.) - Aus tausend Spiegeln sehe ich mich an.
  • Zuegg, Hiltraud - Die Entwicklung der lyrischen Sprache bei Paula Ludwig

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