Studierte in Wien und wurde 1911, ein Jahr vor seiner Promotion (Dr. phil.), als Mitglied in die Wiener Psychoanalytische Vereinigung aufgenommen. Er hatte Kontakt zu Arthur Schnitzler und Richard Beer-Hofmann, über die er auch zwei Studien veröffentlichte. Bekannt wurde er durch seine Studien zur Bibel und zur Religionsgeschichte. 1915 von der Psychoanalytischen Vereinigung für eine Studie über Initiationsriten ausgezeichnet. 1915-18 im 1. Weltkrieg; Kavallerieoffizier. 1918 wurde er zum zweiten Sekretär und Bibliothekar der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung gewählt. Bis 1928 praktizierte er ohne medizinische Ausbildung als Psychoanalytiker in Wien. Die gegen Theodor Reik erhobenen Vorwürfe der Kurpfuscherei veranlassten Freud 1926 zur Frage der „Laienanalyse“ Stellung zu nehmen. Danach übersiedelte Reik nach Berlin; 1928-33 lehrte er am Psychoanalytischen Institut und praktizierte als Analytiker. 1933 emigrierte er in die Niederlande und lehrte und praktizierte in Den Haag. 1938 nach New York, wo er bis 1969 als Analytiker praktizierte.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 532 f. (Evelyn Adunka)/Bearbietet von Armin Eidherr, Salzburg.