Exil Lexikon Rotenberg, Stella

Rotenberg, Stella

Wuchs im 20. Bezirk Wiens auf. Besuch der Volks- und Mittelschule. Nach dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich musste sie ihr Medizinstudium an der Universität Wien abbrechen. 1939 gelang es ihr nach Großbritanien zu flüchten. 1940 heiratete sie Wolf Rotenberg, einen Studienkollegen aus Wien. In dieser Zeit begann Stella Rotenberg schriftstellerisch tätig zu werden. Nach Kriegsende erfuhr sie, dass ihre Eltern und nahezu alle ihre Verwandten in den NS-Vernichtungslagern ermordet wurden.

1946 britische Staatsbürgerschaft. 1948 zog sie mit ihrem Mann nach Leeds, wo er sein klinisches Praktikum an der dortigen Klinik absolvierte. Trotz der Abgeschiedenheit von einem kulturellen deutschsprachigen Leben schrieb Stella Rotenber gall die Jahre über in ihrer Muttersprache. Beiträge in: „Aufbau“ (New York), „Literatur und Kritik“ (Wien, Salzburg), „Lynkeus“ (Wien), „Exil“ (Frankfurt), „Mit der Ziehharmonika“, „Mnemosyne“ (Klagenfurt), u. a. Zahlreiche Veröffentlichungen in internationalen Anthologien: Sie flohen vor dem Hakenkreuz (hg. von Walter Zadek; Reinbek 1981); „Februar 1934. Schriftsteller erzählen“ (hg. von Ulrich Weinzierl; Wien, München 1984) etc. 1996 mit dem österr. Ehrenkreuz 1. Klasse für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. 2001 Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil. Stella Rotenberg lebt in Leeds.

Angaben nach: Bolbecher Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 553 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Bolbecher, Siglinde - Laudatio für Stella Rotenberg
  • Kaiser, Konstantin - Stella Rotenberg. Mit Bibliographie, 2 Gedichten und einer Erzählung
  • Wimmer, Adi - Die Heimat wurde ihnen fremd, die Fremde nicht zur Heimat

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