Besuchte bis 1939 deutsche Schulen, bis diese von Juden nicht mehr besucht werden durften. Privat lernte er auch Slowakisch. Mit zionistischer Jugendgruppe 1941 nach Palästina. Seine Eltern und andere nahe Verwandte wurden im KZ Auschwitz ermordet. In Palästina im Kibbuz Merchavia Schafhirt, später Lehrer für Literatur; Universitätslehrer für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Haifa. Jänner-März 1948 Reise nach London. Begeisterter Amateurphotograph (mehrere Ausstellungen). Tuvia Rübner schrieb nur bis etwa 1953 Gedichte in deutscher Sprache. Veröffentlichte dann eine Reihe von Gedichtbänden und essayistischer und wissenschaftlicher Arbeiten in hebräischer Sprache. Übersetzer aus dem Deutschen ins Hebräische (u. a. Friedrich Schlegel, Goethe, Kafka) und umgekehrt (u. a. Samuel Joseph Agnons großen nachgelassenen Roman „Schira“ und dessen Erzählung „Der Treuschwur“). 1972-75 Herausgeber der gesammelten Gedichte und Schriften der Dichterin und Literaturwissenschaftlerin Lea Goldberg (insgesamt zehn Bände); über sie veröffentlichte er 1980 auch eine Monographie. 1987 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtkunst, Darmstadt.
Tuvia Rübner lebt im Kibbuz Merchavia.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 558 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.