Musste Wilna aufgrund seines revolutionären Engagements verlassen, ging nach Krakau und Lemberg und am Ende des 1. Weltkrieges nach Wien. 1920-21 Herausgeber der jiddischen Zeitschrift „kritik“ in Wien, mit der er ein Bindeglied der jiddischen Schriftsteller Wiens, Polens, Russlands und Amerikas schaffen wollte. In der Zeitschrift veröffentlichte er Angriffe gegen Max Brod, Martin Buber, Simon Bernfeld und andere „zionistische“ oder „assimilatorische“ Autoren, die deutsch oder polnisch schrieben, und beklagte deren Arroganz gegenüber den osteuropäischen Juden und ihrer Sprache. In Wien auch Gründer des Verlags „der kwal“ („Die Quelle“) – einer der geistigen Führer der jiddischen Literaturavantgarde. 1922 nach Warschau. Ein Jahr später kehrte er nach Wilna zurück.
Mosche Silburg schrieb theoretische Schriften und kleinere Prosawerke und übersetzte aus dem Hebräischen, sowie Werke von August Strindberg und Gustav Meyrinks „Der Golem“ ins Jiddische.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 589./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.