Exil Lexikon Sperber, Manès

Sperber, Manès

1915 Flucht mit der Familie aus Galizien. Seit 1916 in Wien. 1919-21 erster Kontakt mit dem Begründer der Individualpsychologie, Alfred Adler. 1927-33 Lehrer für Individualpsychologie in Berlin. Beitritt zur KPD. Herausgeber der Zeitschrift „Sachlichkeit“. 1933 verhaftet. Flucht nach Wien. Frühling 1933 bis Mai 1934 in Zagreb. Tätigkeit für die verbotene jugoslawische kommunistische Partei. 1934 Paris. Mitarbeit im Auftrag der Komintern an „Institut zum Studium des Faschismus“ (INFA). Tätigkeit in von der Jugend-Komintern finanziertem Komitee für eine Weltbewegung der Jugend gegen Krieg und Faschismus. 1937 Lösung von der KP im Protest gegen die Moskauer Prozesse. 1938-40 Mitarbeit an der Zeitschrift „Die Zukunft“ (Paris). 1939 freiwillige Meldung zur französischen Armee, ab Dezember Soldat. Halblegaler Aufenthalt in Hauts-de-Cagnes (in der Nähe von Nizza). Unterhalt durch Deutschstunden. US-Visum wegen früherer kommunistischer Betätigung verweigert. Sommer 1942 Flucht in die Schweiz. Dort seit 1943 interniert. 1945 Rückkehr nach Paris. 1945-46 Lektor beim Verlag Calman-Lévy, Paris. Mitarbeit an deutschsprachigen Sendungen des französischen Rundfunks. Seit 1962 wieder Lesungen in Österreich. Vielfach ausgezeichnet; u. a. bekam er 1975 den Büchner-Preis und 1983 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 601 ff./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Pfaffenholz, Alfred - Manès Sperber zur Einführung

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