(geb. Solomonica)
Emigrierte mit seiner Mutter und seinen Geschwistern, die wie er und seine Mutter österreichische Staatsbürger waren, im September 1933 von Berlin nach Wien. Besuchte die Mittelschule in Wien. 1938 Emigration mit einem Kindertransport der Quäker nach Großbritannien. 1940/41 als „feindlicher Ausländer“ interniert, nach Kanada verschifft. 1942 Meldung zur britischen Armee, zunächst „Pioneer Corps“, später zu einer Kampfeinheit. 1943 Änderung des Namen in Michael Stone. Nach seiner Demobilisierung lebte er in Großbritannien, ab 1962 in Berlin. Fernsehkritiker und Kulturkorrespondent der „Presse“. 1991 veröffentlichte er seinen autobiographischen Roman „Das Blindeninstitut. Bruchstück einer Jugend“, der seine Zeit in Wien zwischen „Anschluss“ und Emigration nach Großbritanien umfasst.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 618 f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.