Mit 14 Jahren zuerst Liftjunge in einem Hotel in Wien, dann Piccolo in einem Caféhaus, schließlich Tischlerlehrling. Zwischen 1916-1921 aufgrund einer Studienbeihilfe Lehrerbildungsanstalt („Pädagogium“) und Internatszögling in St. Pölten. Zwischen 1921-1931 Volksschullehrer an verschiedenen Schulen im Waldviertel. 1931/32 absolvierte Szabo einen Hauptschullehrerkurs in St. Pölten (NÖ); danach Hauptschullehrer in Gmünd (NÖ) und ab 1935 provisorischer Leiter der Hauptschule in Weitra (NÖ). 1937 Heirat mit Valerie Lorenz, die jüdischer Herkunft ist.
Zwischen 1932-1934 Herausgeber der „Gesammelten Schriften“ in drei Bänden des NS-Schriftstellers Friedrich Sacher. Freundschaft mit dem später „völkisch“ orientierten Lehrer-Schriftsteller Wilhelm Franke in Gmünd und zugleich mit dem sozialdemokratisch organisierten Rudolf Brunngraber. Ein Versuch, mit dem von ihm verehrten Theodor Kramer in Kontakt zu kommen, scheiterte. Nach 1934 Engagement für die Vaterländische Front und gegen den „Anschluß“ Österreichs an Hitlerdeutschland. 1939 wird er entlassen. Arbeit an einem Roman. Lektoratstätigkeit und Abfassung von Rezensionen für den Alber-Verlag in München. Szabo, der wegen seiner Frau und seines Vaters, dessen Abstammung ungeklärt blieb, nicht Mitglied der RSK werden konnte, veröffentlichte auf „Befreiungsschein“ der RSK (befristete und limitierte Publikationserlaubnis). Zum Arbeitsdienst verpflichtet, genoß er den Schutz des NSDAP-Kreisleiters des Bezirkes Zwettl (NÖ), eines ehemaligen Lehrerkollegen aus Gmünd, und wurde als Organist und Handlanger, u.a. Holzfäller) im teilweise requirierten Stift Zwettl beschäftigt.
1945 wieder als Direktor der Hauptschule in Weitra eingesetzt. In NÖ blieb er auch jetzt als Schriftsteller ein Außenseiter; hier hatten ehemalige NSDAP-Parteigenossen wie Szabos Lehrerkollege an der Hauptschule in Gmünd Josef Pfandler eher das Sagen. Seit 1951 war Szabo jedoch Vorstandsmitglied des österreichischen PEN-Zentrums. 1954 Georg Trakl-Preis; 1961 Kulturpreis des Landes NÖ; 1962 Preis der Stadt Wien. 1960 Herausgeber und Übersetzer von Neidhardt von Reuenthal („Der große Schelm“). 1970 erschienen seine Sergej Jessenin-Übertragungen („Trauer der Felder“). Nach der Pensionierung 1967 Übersiedlung nach Wien. Der späte Szabo, dessen Essays noch zu sammeln wären, verstand sich als ein Vertreter einer „kritischen Regionalkunst“. 1970 Vorsitzender des „Literaturkreises Podium“.
Nachlass Österreichisches Literaturarchiv, Wien
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000 Bearbeitet von Karl Müller (Salzburg)