Sohn von Loebl Taubes, einem eminenten jüdischen Gelehrter und Schriftsteller. – Jacob Taubes lebte nur fünf Jahre in Kolomea, kam dann mit seinen Eltern nach Czernowitz, Lemberg und schließlich nach Wien. Zuhause wurde jiddisch, deutsch und polnisch gesprochen. Jacob Taubes besuchte ein deutschsprachiges Gymnasium und oblag naturwissenschaftlichen Studien an der Universität Wien. Schrieb in Wien Poesie auf Jiddisch, Essays und Prosaschriften auf Deutsch. 1938 „Schutzhäftling“ im KZ Dachau (unveröffentlichte Erinnerungen daran „Mit Gott in Gehenna“). Flucht nach London. Schrieb im Exil überwiegend jiddisch. Zuletzt lebte er in Los Angeles (Kalifornien), verheiratet mit Gitta Lewin.
Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 626f./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.