Exil Lexikon Weigel, Hans

Weigel, Hans

(Pseudonyme: Sven Lundborg, Julius Hansen, Florestan)

Absolvent des Akademischen Gymnasiums, Wien. 1926-28 Jusstudium in Hamburg und Berlin, abgebrochen. Wieder in Wien, Tätigkeit beim Zsolnay-Verlag. Freier Schriftsteller seit 1933; Mitbegründer des „Bundes junger Autoren“ und der Kleinkunstbühne „Literatur am Naschmarkt“. Daneben Mitautor bei österreichischen Filmproduktionen. März 1938 Flucht in die Schweiz; lebte 1939-45 in Basel. Sein Roman „Der grüne Stern“ wurde 1943 in gekürzter Form in der Basler „Arbeiter-Zeitung“ abgedruckt. In Basel auch zum Arbeitsdienst herangezogen. Beiträge in der Flüchtlingszeitschrift „Über die Grenzen“. Unter dem Pseudonym Florestan Verfasser von Beiträgen für die schweizerische satirische Wochenschrift „Nebelspalter“ und für das Kabarett „Kaktus“.

Juli 1945 Rückkehr nach Wien. Trat für eine rasche Versöhnung der Exilierten mit den Daheimgebliebenen ein. Förderer junger Autoren; 1951-54 Herausgeber der Anthologien-Reihe „Stimmen der Gegenwart“. Als Theaterkritiker zs. mit Friedrich Torberg für den sogenannten „Brecht-Boykott“ auf österreichischen Bühnen in den 1950er Jahren verantwortlich. Verschaffte sich Anerkennung als (vorgeblich in der Tradition Karl Kraus‘ stehender) Sprachkritiker.

Veröffentlichte zahlreiche Bücher, schrieb für Fernsehen und Film.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 672 ff./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Budzinski, Klaus - Das Kabarett
  • Gauss, Elvira - Hans Weigel: Theaterkritik 1946-1962

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