Exil Lexikon Zweig, Max

Zweig, Max

Jüdisch-deutsche Volksschule in Proßnitz. 1902-10 Gymnasium Olmütz. 1910-19 Studium Jus Universität Wien. 1914-18 Kriegsdienst. Wurde 1919 tschechoslowakischer Staatsbürger. 1920 Dr. jur. Universität Prag.

1920-34 freischaffender Schriftsteller in Berlin. Italien-Reisen; ein Jahr in der Toskana. 1934 Rückkehr aus Berlin nach Proßnitz. Ab da, nach eigenem Zeugnis, Beginn der eigentlichen literarischen Arbeit fast ausschließlich als Dramatiker (über 20 Dramen). Max Zweig versuchte die Zeitereignisse in dem Drama „Der Moloch“ zu gestalten (später unter dem Titel „1933“, 1934). 1937 und 1938 folgten „Die Marranen“ und „Der Abgrund“.

1938 unter Zurücklassung seiner Frau nach Tel Aviv, wo Max Zweig von da als freischaffender Schriftsteller in bescheidenen Verhältnissen lebte. Alle näheren Verwandten Max Zweigs kamen in deutschen KZs um. In Tel Aviv entstanden u. a. die Dramen: „Davidia“ (1939), „Die Deutsche Bartholomäusnacht“ (1940), „Lilith“ (1942), „Saul“ (1944), „Tolstois Gefangenschaft und Flucht“ (1946), „Ghetto Warschau“ (1947), „Die Verdammten“ (1951) und zuletzt „Die Entscheidung Lorenzo Morenos“ (1965).

1978 Übersiedlung nach Jerusalem. Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Schriftsteller im Ausland und des Verbandes deutschsprachiger Schriftsteller in Israel.

Angaben nach: Bolbecher, Siglinde/Kaiser, Konstantin: Lexikon der österreichischen Exilliteratur. Wien 2000, 727 ff./Bearbeitet von Armin Eidherr, Salzburg.

Werkverzeichnis

Forschungsliteratur

  • Fuerst, Norbert - Das Dramenwerk Max Zweigs
  • Wallas, Armin A. - Sie starben im Nirgendwo
  • Wallas, Armin A. - Ein jüdischer Dramatiker im Exil: Max Zweig

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