Anthologie
Lernen Sie einige Anthologien kennen, analysieren Sie Ihre Auswahlkriterien, bewerten Sie eine Anthologie und stellen Sie selber eine Anthologie zusammen.
Aufgabe:
Was ist eine Anthologie?
ein Handbuch
eine Textsammlung
eine Literaturgeschichte
„Was alles gehört in eine Sammlung österreichischer Gegenwartsliteratur?“ fragt der österreichische Gegenwartsautor Erich Hackl in einer in der Zeitung „Die Presse“ veröffentlichten Rezension und schließt die für jede/n Herausgeber/in einer Anthologie die noch viel quälendere Frage an: „Und was muss draußen bleiben?“
Ulrich Weinzierl leitet eine von ihm herausgegebene Lyriksammlung – „Noch ist das Lied nicht aus. Österreichische Poesie aus neun Jahrhunderten“ – mit dem Bekenntnis ein: „Wir haben Probleme – und zwar beträchtlichere als bei vergleichbaren Projekten. Da? jede Auswahl subjektiv und daher anfechtbar ist, versteht sich ja von selbst.“ (Vorwort, 5) „Gewiss fehlt hier vieles, das meiste fehlt jedoch bewußt“, muss er schließlich gestehen, und bevor er auf seine positiven Auswahlkriterien zu sprechen kommt, bespricht er über eine Seite lang jene Kriterien, die Texte für diesen Band aufnahme-unwürdig gemacht haben. Zuerst erfahren wir Leser/innen also, was wir nicht zu lesen bekommen werden.
Diese Einführung von Ulrich Weinzierl dient letztlich auch dazu, mögliche Kritik von vornherein abzuwehren. Schließlich wollen Rezensenten einer Anthologie oft zeigen, an welche Texte sie noch gedacht hätten.
Kehren wir zur Rezension von Erich Hackl zurück: Er benützt seine Rezension anders als manch anderer Rezensent nicht dazu zu zeigen, wie belesen er ist, sondern kontrastiert den Anspruch der Herausgeberin einer Anthologie zur österreichischen Literatur mit den von ihr erkorenen Texten.
Aufgabe:
Lesen sie im Folgenden aufmerksam die Rezension von Erich Hackl und beantworten Sie im Anschluss daran einige Fragen.
Aufgabe:
Was sind die in der Rezension kursiv gedruckten Sätze?
Zitate aus dem Vorwort
Zitate aus den in der Anthologie versammelten literarischen Texten
Durch welche Stilmittel wird die Rezension von Erich Hackl zur Polemik? Lesen Sie zunächst die folgenden Zitate.
„… hat der Residenz Verlag in aller Eile österreichische Pässe besorgt.“
„ich schwör’s“
„Zu wenig streitbar, nichts Aufrührerisches in den morschen Knochen, keine Spur hinterlassen, nichts in der Welt aus der Ordnung gebracht.“
„nicht schräg, sondern quergedacht“
„Lesenswert, die Lücken“
„Als wär’s ein Stück aus Hietzing“
„Dienstherrenprosa“
„Das Schräge bei …“, „Das Schräge und“, „… und das Schräge“, „100 schräge …“, „Ein schräges Wochenende …“
„Mensch Fred, …“
„Interessant“
Aufgabe:
Ordnen Sie den verschiedenen Stilmitteln die richtigen Zitate aus der Rezension zu:
Paradoxa
Wortspiele
Häufung, Asyndeton
Parenthesen
sprachliche Bilder
Anspielung
originelle Wortschöpfung
Wiederholung bis zur Lächerlichkeit
Jargon
Ironie
Welches sind für Erich Hackl die wesentlichen Kritikpunkte an der besprochenen Anthologie?
Die Auswahlkriterien
Die Sprache der Herausgeberin
Die Bedienung eines Klischeebildes österreichischer Literatur
Die zu große Vielfalt der ausgewählten Texte
Wie viele von den 21 in der Rezension genannten Autor/inn/en kennen Sie? Und von wie viel von ihnen haben Sie schon etwas gelesen?
Aufgabe:
Nun bitten wir Sie, zwei größere Arbeitsaufgaben durchzuführen. Wir nennen Sie „Portfolio-Arbeit“ und „Anthologie-Arbeit“. Öffnen Sie zu diesem Zweck in unser ARBEITSBLATT und beantworten Sie dort die Fragen: 1. Portfolio-Arbeit (Fragen 1.1. bis 1.8.) und 2. Anthologie-Arbeit (Fragen 2.1. bis 2.3.). Im Arbeitsblatt finden Sie weitere Anleitungen. Wenn Sie Ihre Fragen beantwortet und Ihre Eintragungen gemacht haben, dann speichern Sie Ihr Arbeitsblatt auf Ihrem PC oder auf Diskette.